Mittwoch, 26. August 2009

Wenn alles weh tut

Fibromyalgie ist ein lebenslanger Begleiter

entnommen aus:

Extra-Tipp am Sonntag

(23.August 2009)

Viersen. Die Fibromyalgie ist eine chronisch verlaufende Ganzkörperschmerzerkrankunge, deren Entstehung und Verlauf noch relativ unbekannt ist. Bei den Betroffenen ist die Schmerzverarbeitung im Körper gestört. Die Schmerzen treten vornehmlich auf in den:
  • Muskeln
  • Sehnenansätzen
  • Gelenken
  • Schlafstörungen
  • schnelle Erschöpfbarkeit
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Kopfschmerzen (Migräne)
  • Reizdarm- und blase
stehen im Vordergrund dieser komplexen Erkrankung. Die Intensität sowie die Lokalität der Schmerzen ist häufig sehr wechselhaft und oft von dem Grad der bereits erreichten Chronifizierung abhängig.

Fibromyalgiebetroffene sind Dauerschmerzpatienten, die beruflich wie privat stark eingeschränkt sind, was oft zu Isolation, Mutlosigkeit und Depressionen führt. Weil die Weichteile, Muskeln und Sehnen schmerzen, sprach man früher von Weichteilrheuma. Doch der Name ist irreführend. Rheuma hat damit nichts zu tun. Wichtig ist zu wissen, dass Fibromyalgie keine rheumatische Erkrankung ist.

Alleine in Deutschland sind schätzungsweise 2 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen. Leiden stoßen die an Fibromyalgie erkrankten Betroffenen noch viel zu häufig auf Unverständnis bei den Ärzten, werden belächelt und die Erkrankung als "Modekrankheit" bezeichnet.

Die Fibromyalgie Selbsthilfegruppe Viersen-Dülken hat sich in Zusammenarbeit mit der Fibromyalgie-Liga Deutschland e.V. das Ziel gesetzt, Aufklärung und Information weiter zu geben und den Betroffenen zu zeigen, dass man nicht alleine dasteht und Eigenverantwortung zu stärken. Zur Zeit findet das Treffen jeden 2.Monat am ersten Mittwoch um 19h in der Cafeteria des Altenheimes Theresienheim auf der Theresienstraße statt. Interessierte und Betroffene sind herzlich eingeladen. Das nächste Treffen ist am 2.September.

Umfassende Information erteilt Monika Clev unter 02162-58261

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Dieser Bericht dient mir, um Eisenherz klar zu machen, dass Depressionen vielfältige Gründe haben können. Da reicht es nicht aus, wenn Laien wie er behaupten, dass viele Depressive an ihrer Situation selber schuld sind. Es mag sein, dass im Anfangsstadium viele Depressive sich und ihre Sorgen nicht der Außenwelt mitteilen und somit in eine gewisse Isolation geraten, doch von Schuld zu sprechen, das geht eindeutig zu weit !

Ein Hund hatte eine zeitlang sehr agressiv auf Menschen und Umwelt reagiert, bis ein Tierarzt eine innere Erkrankung festgestellt hat, die er heilen konnte. Das Tier war nach der Operation wieder aggressionsfrei und umgänglich. Dieses Beispiel soll zeigen, dass jeder gute Psychologe und Psychiater auch gleichzeitig ein guter Innere Mediziner ist, der zuerst innere Erkrankungen abklären kann, um später eventuelle psychische Erkrankungen diagnostizieren zu können.

Desweiteren soll gezeigt werden, wie schwer es ist, innere Schmerzen, seien sie physischer oder psychischer Art, zu erklären und zu beschreiben. Oftmals treten sie in Kombination auf, bedingen oder verstärken sich gegenseitig. Jeder der mal innere Schmerzen verspürt hat, wird sich seiner eigenen Hilflosigkeit gewahr. Die Hilfe Anderer zu verweigern kann "Selbstmord" auf Raten bedeuten.

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